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Vorübergehende Lärmbelästigung aufgrund der Umleitung von Verkehrsströmen innerhalb der für Innenstadt üblichen Grenzen kein Minderungsgrund

BGH, Urteil vom 19.12.2012 – VIII ZR 152/12 aus IMR 3/2013 S. 92
Das BGH entschied in seinem Urteil vom 19.12.2012 – VIII ZR 152/12, dass die vorübergehende Lärmbelästigung aufgrund straßenbaumaßnahmenbedingter Umleitung von Verkehrsströmen keinen zur Minderung berechtigenden Mangel darstellt, wenn sie sich innerhalb der für Innenstadtlagen üblichen Grenzen halte.
Eine einseitig gebliebene Vorstellung des Mieters, dass er in einer ruhigen Wohnlage lebe, werde dabei kein Vertragsbestandteil, solange der Vermieter nicht erkennbar zustimme (vgl. BGH, Urteil vom 19.12.2012 – VIII ZR 152/12).
Der Vermieter müsse also in irgendeiner Form zustimmen und im Vertrag oder einer Ergänzungsvereinbarung darauf reagieren.
Fehle es hieran, so liege kein Mangel vor, vor allem, wenn sich die Wohnung in der Innenstadt befinde, wo jederzeit mit Straßenbauarbeiten größereren Umfangs und längerer Dauer gerechnet werden müsse.