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Bauliche Veränderungen am Mietobjekt durch den Mieter rechtfertigen außerordentliche Kündigung

LG Lüneburg, Urteil vom 14.11.2012 – 6 S 80/12 aus IMR 7/2013 S. 277
Das LG Lüneburg entschied am 14.11.2012 (6 S 80/12), dass bauliche Veränderungen an dem Mietobjekt durch den Mieter wie z.B. das Entfernen einer nicht tragenden Wand ohne Zustimmung des Vermieters, eine außerordentliche Kündigung gemäß § 543 Abs. 1 BGB rechtfertigen können.
Erlange der Vermieter jedoch Kenntnis von der baulichen Veränderung und dulde diesen Zustand zunächst über vier Jahre, so sei es treuwidrig, erst nach Ablauf dieser Zeit den Rückbau zu fordern oder eine fristlose Kündigung hierauf zu stützen.
Der Rückbau der baulichen Veränderungen werde dabei erst nach Beendigung des Mietvertrags geschuldet.