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Rückforderung überzahlter Miete möglich bei zu kleiner Wohnung

Weicht die tatsächliche Wohnfläche mehr als 10 % von der vereinbarten Wohnfläche ab, so könne die Miete gem. § 536 Abs. 1 BGB gemindert werden und überzahlte Miete zurückgefordert werden. Dies entschied das Landgericht Berlin am 13.03.2015 - 65 S 477/14.
Dabei liege auch bei einer "ca."-Angabe ein Mangel vor und die Ortsüblichkeit der Miete sei irrelevant, da die vertragliche Vereinbarung Vorrang habe. Die Verjährung beginne erst mit Schluss des Jahres, in dem Kenntnis von der abweichenden Größe erlangt wurde.
Zahlt das Jobcenter die Miete, sei trotzdem der Mieter zur Rückforderung berechtigt, weil das Jobcenter Leistungen an den Mieter erbringe und der Vermieter nur Empfangsberechtigter sei.