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Begleichung von rückständiger Miete in Schonfrist kann zur Unwirksamkeit der Kündigung führen

Begleicht der Mieter innerhalb von zwei Monaten nach Rechtshängigkeit der Räumungsklage alle aktuellen Zahlungsrückstände oder verpflichtet sich eine öffentliche Stelle zur Befriedigung, so könne sich ein Vermieter regelmäßig nicht auf die Wirksamkeit der ordentlichen Kündigung berufen. Das entschied das Landgericht Bonn am 06.11.2014 - 6 S 154/14.
Voraussetzung sei aber, dass keine sonstigen erheblichen Gründe, die gegen eine Fortsetzung des Mietverhältnisses sprechen, vorliegen. Es gebieten die Grundsätze von Treu und Glauben, dass Mietverhältnis fortzusetzen, nachdem das wirtschaftliche Interesse des Vermieters innerhalb der Schonfrist befriedigt ist und keine Anhaltspunkte für einen künftigen erneuten Zahlungsrückstand vorliegen oder keine anderen erheblichen Gründe gegen die Fortsetzung des Mietverhältnisses sprechen.