Fon: 05221-342540

E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Versetzungsklausel nur bei zumutbarer, gleichwertiger Tätigkeit wirksam

Eine vertragliche vereinbarte Versetzungsklausel in einem Formulararbeitsvertrag halte einer AGB-Kontrolle nur dann stand, wenn der Arbeitgeber sich nicht vorbehalten hat, dem Arbeitnehmer eine geringwertigere Tätigkeit zu zuweisen. So urteilte das Landesarbeitsgericht Niedersachsen am 07.12.2017 - 2 Sa 300/16.

Es müsse in der Klausel festgelegt sein, dass eine andere zugewiesene Tätigkeit nicht nur zumutbar ist, sondern auch gleichwertig ist. Sofern dies nicht der Fall ist, liege ein derart schwerwiegender Eingriff in den Inhaltsschutz des Arbeitsverhältnisses vor, dass selbst wenn bisher nur gleichwertige Tätigkeiten zugewiesen wurden, die Klausel unvereinbar mit § 307 Abs. 2 Nr. 1 BGB sei.