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Außerordentliche Kündigung nicht gerechtfertigt bei Beleidigung des Arbeitgebers durch Freund des Arbeitnehmers

Das Arbeitsgericht Köln urteilte am 21.09.2016 - 13 Ca 247/16, dass es sich nicht um einen Pflichtverstoß eines Arbeitnehmers handele, wenn der Partner des Arbeitnehmers in einer Nachricht den Arbeitgeber beleidigt, und die Nachricht dem Arbeitnehmer nicht zuzurechnen sei.

Sofern keine besonders schwerwiegenden, grobe Beleidigung vorliegt, sei selbst dann keine fristlose Kündigung gerechtfertigt, wenn die Nachricht mit Wissen und Wollen des Arbeitnehmers gesendet wurde.

Zudem sei eine vorherige Abmahnung erforderlich, sofern eine Pflichtverletzung des Arbeitnehmers überhaupt vorliegt. Dies sei ein geeignetes Mittel, um erneute beleidigende Nachrichten zu verhindern.

Letztlich sei die fristlose Kündigung nicht zur Sanktion bestimmt, sondern zur Vermeidung zukünftiger Störungen des Arbeitsverhältnisses.