Fon: 05221-342540

E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Unterschrift bei Arbeitszeugnis erforderlich

Um das Schriftformerfordernis zu erfüllen, müsse ein Arbeitszeugnis in der Weise unterschrieben werden, wie der Unterzeichner andere wichtige betriebliche Dokumente unterzeichnet, so das Landesarbeitsgericht Hamm am 27.07.2016 - 4 Ta 118/16.

Bei einem davon abweichenden Namenszug handele es sich lediglich um ein Handzeichen, das einer notariellen Beglaubigung oder Beurkundung bedürfe. Mit einem solchen Handzeichen ließe sich die Identität des Unterzeichners nicht eindeutig feststellen und die Echtsheitsvermutung sei dabei fraglich.

Weiterhin verstoße eine quer zum Text verlaufende Unterschrift gegen § 109 Abs. 2 S. 2 GewO, da sie Zweifel an der Ernsthaftigkeit des Zeugnistextes begründe. Eine solche Unterschrift könne als Distanzierung vom Zeugnistext interpretiert werden und sei daher unwirksam.