Fon: 05221-342540

E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Außerordentliche Kündigung durch den Arbeitnehmer

Um einen Ersatzanspruch aus § 628 Abs. 2 BGB geltend machen zu können, muss die Kündigung des Arbeitnehmers berechtigt und wirksam sein sowie durch ein vertragswidriges Verhalten des Arbeitgebers begründet sein, so das Landesarbeitsgericht Nürnberg am 02.02.2016 - 7 Sa 239/15.

Eine geringfügige Vertragsverletzung genüge dafür nicht, es müsse ein wichtiger Grund, der zu einer fristlosen Kündigung gemäß § 626 Abs. 1 BGB berechtigt, vorliegen. Ein solch wichtiger Grund kann gegeben sein, wenn der Arbeitgeber mit der Lohnzahlung in nicht unerheblicher Höhe oder über einen erheblichen Zeitraum in Verzug ist und dies zuvor vom Arbeitnehmer abgemahnt wurde.

Das Kündigungsrecht erlösche jedoch, wenn der Arbeitnehmer eine Ermahnung oder Abmahnung wegen des ihm bekannten Kündigungssachverhaltes ausspricht, solange sich nicht die für die Kündigung maßgeblichen Umständen später noch ändern.