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Urlaubsanspruch verfällt bei fehlender Geltendmachung

Ersatzansprüche für untergegangen Urlaub können nur dann geltend gemacht werden, wenn sich der Arbeitgeber im Verzug befindet, was nur der Fall ist, wenn der Arbeitnehmer vorher Urlaub verlangt hat. So urteilte das Landesarbeitsgericht Düsseldorf am 25.07.2016 - 9 Sa 31/16.

Grundsätzlich gehe der Urlaubsanspruch mit Ablauf des Übertragungszeitraums unter.

Auch nach europarechtlichen Vorgaben und der Rechtsprechung des EuGH ergibt sich, dass nur der Arbeitnehmer vor Verfall des Urlaubsanspruches geschützt ist, der gehindert ist, seinen Urlaubsanspruch zu verwirklichen, nicht jedoch der untätige Arbeitnehmer.

Weiterhin erfülle eine Lohnabrechnung nicht den Zweck, streitig gewordene Ansprüche endgültig festzulegen. Mit der Lohnabrechnung teile der Arbeitgeber nur dem Arbeitnehmer die Höhe des Entgelts einschließlich der Zusammensetzung und sonstiger Ansprüche wie dem Urlaubsanspruch mit.