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Mindestlohn bei Zeitungszustellern

Bei dem in § 24 Abs. 2 MiLoG übergangsweise vom üblichen Mindestlohn nach § 1 Abs. 2 S. 1 MiLoG abweichend geregelten Mindestlohn für Zeitungszustellerinnen und Zeitungszustellern liege kein Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz aus Art. 3 Abs. 1 GG vor, so das Landesarbeitsgericht Niedersachsen am 27.04.2016 - 13 Sa 848/15.

Das unregelmäßig anfallende Einlegen von einzelnen Werbeeinlagen in das zuzustellende Produkt falle dabei auch unter den Begriff zustellen im Sinne des § 24 Abs. 2 S. 3 MiLoG.

Weiterhin sei ein vertraglich vereinbarter Nachtzuschlag auf Basis des gesetzlichen Mindestlohns zu berechnen, sofern ein Anspruch auf gesetzlichen Mindestlohn besteht.