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Keine Abmahnung bei geringfügiger Verspätung

Kommt ein Arbeitnehmer einmalig wenige Minuten zu spät, sei eine Abmahnung unverhältnismäßig und daher ungerechtfertigt, so urteilte das Arbeitsgericht Leipzig am 23.07.2015 - 8 Ca 532/15.

Zwar setze eine Abmahnung einen objektiven Pflichtverstoß voraus, der bei einer Verspätung vorliege, doch müsse der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz gewahrt werden. Dabei müsse u.a. beachtet werden, ob mildere Maßnahmen in Frage kommen.

Bei einer geringfügigen Verspätung sei eine Ermahnung ausreichend, um eine Verhaltensänderung zu bewirken. Dementsprechend sei eine Abmahnung unverhältnismäßig.