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Klagefrist bei Tat- und Verdachtskündigung

Das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz beschloss am 16.04.2015 - 5 Sa 701/14, dass in Fällen, in denen der Arbeitgeber sowohl eine fristlose Verdachtskündigung als auch eine fristlose Tatkündigung am gleichen Tag ausspricht und diese dem Arbeitnehmer zeitgleich zugehen, die Klagefrist für die Verdachtskündigung mit Wahrung der Klagefrist aus § 4 Abs. 1 KSchG für die Tatkündigung ebenfalls eingehalten wird.

Dies gelte zumindest dann, wenn die Unwirksamkeit der Verdachtskündigung noch vor Schluss der mündlichen Verhandlung erster Instanz gem. § 6 KSchG geltend gemacht wird.