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Versetzung eines Familienvaters bedarf vorheriger Abwägung der Interessen

Bevor ein Arbeitnehmer an einen anderen Arbeitsort versetzt werden könne, müsse eine Abwägung der Interessen des Arbeitnehmers gegenüber denen des Arbeitgebers erfolgen und dabei seien auch die familiären Lebensverhältnisse des Beschäftigten zu beachten. So urteilte das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein am 26.08.2015 - 3 Sa 157/15.

Der Arbeitgeber müsse "nach billigem Ermessen alle wechselseitigen Umstände und Interessen abwägen und angemessen berücksichtigen". Bei einer Auswahlmöglichkeit zwischen mehreren Arbeitnehmern sei derjenige zu wählen, der weniger schutzwürdig ist.