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Benachteiligung wegen der ethnischen Herkunft bei Anforderung "Deutsch als Muttersprache"

Das Landesarbeitsgericht Hessen urteilte am 15.06.2015 - 16 Sa 1619/14, dass die Anforderung "Deutsch als Muttersprache" in einer Stellenanzeige Bewerber wegen ihrer ethnischen Herkunft benachteiligen würde, die Deutsch nicht als Muttersprache sprechen.

Durch das Erfordernis "Deutsch als Muttersprache" werde vor allem auf die Herkunft abgestellt und nicht auf die tatsächlichen Sprachkenntnisse des Bewerbers. Eine solche Diskriminierung sei nur in Ausnahmefällen zulässig, wenn z.B. die sprachlichen Eigentümlichkeiten eines Landes für die Stelle beherrscht werden müssten.

Eine unzulässige Diskriminierung begründe Schadensersatz- und/oder Entschädigungsansprüche.