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Entschädigung unabhängig vom Lohn bei Geschlechterdiskriminierung

Erhalten Frauen bei gleicher Tätigkeit eine geringere Vergütung als Männer, so liege eine unmittelbare Benachteiligung vor und damit bestehe ein Anspruch auf eine Entschädigung nach § 15 Abs. 2 AGG. Das entschied das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz am 14.08.2014 - 5 Sa 511/13.

Dabei sei die Höhe der Entschädigung abgekoppelt vom Bruttomonatsentgelt zu bestimmen. Eine Diskriminierung wegen des Geschlechts stelle eine Persönlichkeitsrechtsverletzung dar und solle daher unabhängig von materiellen Ansprüchen sanktioniert werden. Zudem sei die Ungleichbehandlung bei mehreren Fällen als gleich schlimm zu bewerten und somit in gleicher Höhe zu entschädigen, auch wenn sich das Arbeitsentgelt unterscheidet.