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Anspruch auf Versetzung an einen anderen Arbeitsort

Das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz urteilte am 18.12.2014 - 5 Sa 378/14, dass nur dann ein Anspruch auf Versetzung an einen anderen Arbeitsort besteht, wenn die Interessen des Arbeitnehmers gegenüber den Interessen des Arbeitgebers überwiegen.

Aus § 8 TzBfG ergebe sich ein Anspruch auf vorübergehende Verkürzung der Arbeitszeit, nicht jedoch auf Versetzung an einem anderen Arbeitsort. Auch aus § 106 GewO entstehe kein unmittelbarer Anspruch auf Versetzung.

Aus der Rücksichtnahmepflicht aus § 241 Abs. 1 BGB folge allerdings, dass der Arbeitgeber einen Versetzungsantrag prüfen muss und nach Treu und Glauben darüber zu entscheiden hat. Diese Prüfung könne ergeben, dass die Interessen des Arbeitgebers überwiegend, auch wenn wie im zugrundeliegenden Sachverhalt der grundrechtliche Schutz von Ehe und Familie bei dem Arbeitnehmer zu beachten ist.