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Außerordentliche Kündigung bei gefälschter ärztlicher Bescheinigung

Lässt ein Arbeitnehmer eine ärztliche Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes fälschen, um sie den Arbeitgeber vorzulegen, so rechtfertigt dieses Verhalten eine außerordentliche Kündigung, entschied das Hessische Landesarbeitsgericht am 23.03.2015 - 16 Sa 646/14.

Dabei sei es irrelevant, ob das Verhalten strafrechtlich eine Urkundenfälschung darstellt. Maßgeblich sei die Schwere der Vertragspflichtverletzung und ein derartiges Verhalten wiege so schwer, dass eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses bis zum ordentlichen Kündigungstermin unzumutbar sei.