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Überdurchschnittliche krankheitsbedingte Fehlzeiten als Grund zur Versetzung eines Berufskraftfahrer in eine Springerreserve

Das Landesarbeitsgericht Köln urteilte am 12.12.2013 - 7 Sa 537/13, dass die Versetzung eines Berufskraftfahrers vom Stammfahrer zum Springer nur dann wirksam ist, wenn die berechtigten Interessen des Arbeitgebers die Beeinträchtigung der Interessen des Arbeitnehmers überwiegt.

Die Tätigkeit als Springer sieht einen weniger regelmäßigen Schichteinsatz vor und ist allgemein gesundheitlich belastender. Um eine solche Beeinträchtigung der Interessen des Arbeitnehmers rechtfertigen zu können, genügt es nicht alleine, dass der Arbeitnehmer überdurchschnittlich häufige krankheitsbedingte Fehlzeiten aufweist. Der Arbeitgeber muss darlegen, dass die Versetzung in die Springerreserve ein geeignetes Mittel ist, um durch die Krankheitszeiten entstehende Betriebsablaufstörungen zu verringern und zu kompensieren.