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Unterstützung eines Wettbewerbers des Arbeitgebers rechtfertigt außerordentliche Kündigung

Das Landesarbeitsgericht Hamm urteilte am 04.09.2014 - 8 Sa 90/14, dass die Unterstützung eines Wettbewerbers des Arbeitgebers eine außerordentliche Kündigung rechtfertigen kann.

Aus dem Rücksichtnahmegebot des § 241 Abs. 2 BGB ergebe sich, dass ein Arbeitnehmer grundsätzlich sowohl keine Konkurrenztätigkeit im eigenen Namen als auch keine Unterstützung eines Wettbewerbers durchführen darf. Ein Verstoß gegen dieses Rücksichtnahmegebot stelle eine schwere Pflichtverletzung dar und sei ein wichtiger Grund für eine fristlose Kündigung. Eine Interessenabwägung könne jedoch ergeben, dass eine ordentliche Kündigung zumutbar ist.

An der Wirksamkeit der Kündigung ändere sich auch nichts, wenn der Arbeitgeber eine Verdachtskündigung ausgesprochen hat, das Gericht aber die Pflichtwidrigkeit selber anstelle des Verdachtsfalls als Kündigungsgrund anerkannt hat.