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Personenbedingte Kündigung bei Alkoholerkrankung

Grundsätzlich gelten für eine Kündigung, die auf einer Alkoholabhängigkeit des Arbeitnehmers gestützt wird, die gleichen Anforderungen wie an eine krankheitsbedingte Kündigung, so entschied das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg am 12.08.2014 - 7 Sa 852/14.

Jedoch komme eine personenbedingte Kündigung in Betracht, wenn die Prognose getätigt werden kann, dass der Arbeitnehmer aufgrund der Alkoholerkrankung dauerhaft nicht die vertragsmäßig geschuldete Leistung erbringen kann. Besteht jedoch die ernsthafte Bereitschaft zu einer Therapie, so fehle es an dieser negativen Prognose.

Nach milderen Mitteln wie eine Abmahnung oder eine Versetzung müsse auch bei einer personenbedingten Kündigung gesucht werden.