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Kündigung bei rechtswidrigem außerdienstlichen Verhalten

Eine ordentliche, verhaltensbedingte Kündigung sei auch bei rechtswidrigem außerdienstlichen Verhalten eines Arbeitnehmers gerechtfertigt, wenn dieses Verhalten negative Auswirkungen auf den Betrieb hat oder einen Bezug zum Arbeitsverhältnis hat und dadurch die berechtigten Interessen des Arbeitgebers beeinträchtigt werden. So urteilte das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz am 27.11.2014 - 7 Ca 1897/13.

Im zugrunde liegenden Sachverhalt beklebte der Arbeitnehmer pfandfreie Flaschen mit Etiketten seines Arbeitgebers, um diese Flaschen anschließend gegen Pfand abzugeben. Mit diesem Verhalten habe der Arbeitnehmer die Rücksichtnahmepflicht gegenüber seinem Arbeitgeber verletzt. Diese Pflicht aus dem Arbeitsverhältnis gelte dabei auch außerhalb der Arbeitszeit, wenn ein Bezug zum Arbeitsverhältnis vorliegt oder das Verhalten negative Auswirkungen auf den Betrieb hat.

Nicht maßgeblich sei, ob das Verhalten überhaupt zu einem Schaden geführt hat und ob dieser Schaden mehr als nur geringfügig ist.