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Pflichten des Arbeitnehmers bei Krankheit und frühzeitige Rückkehr

Ein erkrankter Mitarbeiter muss seine Arbeitsunfähigkeit unverzüglich mitteilen. Zur Organisation von Ersatz muss dies regelmäßig bereits vor Arbeitsbeginn erfolgen. Weiterhin muss spätestens am dritten Tag ein Arzt aufgesucht werden und am folgenden Arbeitstag die ärztliche Bescheinigung dem Arbeitgeber vorgelegt werden. Der Arbeitgeber darf die Vorlage der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung aber auch schon vorher verlangen. Ebenso hat der Arbeitnehmer eine Pflicht, sich so zu verhalten, dass er zügig wieder gesund wird. Verstößt er gegen diese Pflicht, kann der Arbeitgeber ihn abmahnen.

Fühlt der Arbeitnehmer sich trotz Krankschreibung bereits gesund, darf er auch wieder arbeiten gehen, da es sich bei einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nur um eine Prognose des Arztes handelt. Dies gilt jedoch nicht für hochinfektiöse Krankheiten. Hier darf der Arbeitnehmer vor Ablauf der Ansteckungszeit grundsätzlich nicht wieder arbeiten. Dem Arbeitgeber trifft zudem eine Fürsorgepflicht für den Arbeitnehmer und um dieser gerecht zu werden, muss er den Arbeitnehmer wieder nach Hause schicken, wenn er noch nicht wieder voll einsatzfähig ist. Der Versicherungsschutz der gesetzlichen Unfallversicherung gilt auch bei einer frühzeitigen Rückkehr des Arbeitnehmers.