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Löschung von Daten rechtfertigt außerordentliche Kündigung - Beweiserhebung durch Sachverständigengutachten

Eine fristlose Kündigung kann durch die Entwendung von Unterlagen in Papierform sowie dem Löschen von Daten im Computer des Arbeitgebers gerechtfertigt sein, urteilte das Hessische Landesarbeitsgericht am 05.08.2013 - 7 Sa 1060/12.

Allerdings muss der Arbeitgeber dafür beweisen, dass eine solche Entwendung von Unterlagen und die Löschung von Daten auch tatsächlich von dem Arbeitnehmer begangen wurde. Bestätigt ein Sachverständiger die Löschung der Daten durch den Arbeitnehmer, so sei dieser Beweis erbracht.

Auch eine Interessenabwägung führe dann zu dem Ergebnis, dass die fristlose Kündigung durch den Arbeitgeber begründet ist. Eine vorherige Abmahnung sowie ein Fortlauf des Arbeitsverhältnisses bis zum Ablauf der ordentlichen Kündigungsfrist sei nicht zumutbar.