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Ordentliche Kündigung bei privater Internetnutzung in erheblichem Umfang

Eine private Internetnutzung am Arbeitsplatz in erheblichem Umfang kann eine verhaltensbedingte ordentliche Kündigung selbst dann rechtfertigen, wenn kein ausdrückliches Verbot der privaten Internetnutzung vorliegt, so urteilte das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein am 06.05.2014 - 1 Sa 421/13.

Im zugrundeliegenden Sachverhalt hat ein Arbeitnehmer 17.429 Dateien auf seinem Rechner am Arbeitsplatz herunter geladen. Dies führte zu erheblichen Einschränkungen des Datentranfers und einer Gefährdung des Arbeitssystems des Arbeitgebers durch mögliche Vireninfizierungen oder andere Störungen.

Weiterhin habe der Arbeitnehmer gegen seine arbeitsvertraglichen Hauptleistungspflichten verstoßen.

Aufgrund des Ausmaßes der privaten Internetnutzung entschied das Landesarbeitsgericht daher, dem Bundesarbeitsgericht folgend (vgl. BAG 07.07.2005 - 2 AZR 581/04), dass eine Kündigung gerechtfertigt sei.
Ebenso sei durch die Schwere der Pflichtverletzung eine Abmahnung entbehrlich gewesen.

Über eine mögliche außerordentliche Kündigung aufgrund des Verstoßes war in diesem Fall nicht zu entscheiden.