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Beweisverwertungsverbot bei heimlichen Mithören von Telefongesprächen

Dritte Personen, die ohne Kenntnis des anderen Gesprächsteilnehmers ein Telefongespräch durch die aktivierte Freisprechfunktion eines Handys heimlich mithören, können in einem Rechtsstreit nicht als Zeugen aussagen, urteilte das Landesarbeitsgericht Köln am 04.10.2013 – 10 Sa 453/13. Das heimliche Mithörenlassen verletze das allgemeine Persönlichkeitsrecht aus Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG des Gesprächspartners. Dieses Recht soll vor allem garantieren, dass die Gesprächsteilnehmer selber entscheiden können, ob sie das Gesprochene nur dem Gesprächspartner gegenüber oder mehreren Personen gegenüber äußern wollen. Demnach können Aussagen von solchen Mithörern auch nicht als Beweis in einem Rechtsstreit um eine strittige Kündigung wegen eigenmächtigem Urlaubsantritts dienen.