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Zwei-Wochenfrist bei außerordentlicher Kündigung

Bei Vorliegen von wichtigen Gründen, die eine außerordentliche, verhaltensbedingte Kündigung rechtfertigen, sei die Zwei-Wochenfrist des § 626 Abs. 2 BGB gehemmt, sofern der Arbeitgeber zügig notwendige und sinnvolle Ermittlungen zur weiteren Aufklärung des Sachverhalts, wozu u.a. die Anhörung des Arbeitnehmers gehöre, durchführe, entschied das Landesarbeitsgericht Köln am 22.3.2012 – 7 Sa 1022/11.

Solange die Ermittlungen zügig voran gehen, dürften sie auch länger als zwei Wochen dauern, jedoch greife die Zwei-Wochenfrist erneut, sobald die Bemühungen zur Aufklärung ohne sachlichen Grund nicht voranschreiten.

Dies führe dazu, dass das Abwarten der ordentlichen Kündigung für den Arbeitgeber nicht unzumutbar erscheine und eine außerordentliche Kündigung daher nicht gerechtfertigt sei.