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Vortäuschung einer krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit sowie Nutzung von betrieblichen Ressourcen

Das Hessische Landesarbeitsgericht entschied am 28.11.2012 – 18 Sa 695/12, dass der Beweiswert eines ärztlichen Attestes auch bei einem erheblichen und dringenden Verdacht der Vortäuschung einer krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit durch den Arbeitnehmer nicht erschüttert werde, wenn der Arbeitnehmer eine Zugreise antrete und dabei äußerlich gesund wirke, da nicht jede Arbeitsunfähigkeit sich in Bettlägerigkeit auswirke.

Lässt der Arbeitnehmer einer radiologischen Praxis ohne Genehmigung während einer Terminlücke MRT-Messungen am eigenen Bein durchführen, rechtfertige dies ohne vorherige Abmahnung keine Kündigung. Denn es sei nicht unüblich, dass Material und Geräte des Arbeitgebers genutzt werden, sofern dadurch keine oder nur geringe Kosten entstehen.